Das
Tabakmuseum von nationalem Interesse wurde 1950 von der Museumsbehörde
Frankreichs geschaffen. 1982 wurde es neu organisiert und gemäß
den neuesten Normen und Kenntnissen der Museumskunde im Peyrarède-Haus
eingerichtet: Dieses von der Stadt Bergerac renovierte Stadthaus
stammt aus dem 17. Jahrhundert. Seine Hauptfassade verdeutlicht
gut den Übergang von der Renaissance zum Klassizismus. Es ist
eines der Prunkstücke der Architekturschätze von Bergerac.
Das neue Museum wurde im Januar 1983 eingeweiht, und seitdem verfügt
es über neue Möglichkeiten. So konnte es bereits eigene
thematische Ausstellungen realisieren. Weitere Ausstellungen sollen
im Einklang mit dem Verlauf der Forschungen über die sehr weitgehenden
und diversen Themen der Anthropologie des Tabaks geschaffen werden.
Die Kulturgeschichte des Tabaks wird in vier permanenten Ausstellungsräumen
dargestellt:
Saal I
Zwecke und Gebräuche des Tabaks im präkolumbianischen
AMERIKA: Für die amero-indianischen Zivilisationen ist der
Tabak eine außerordentlich wichtige Kulturpflanze. Im Zuge
des Sklavenhandels kommt der Tabak nach AFRIKA (Ende 16. Jahrhundert).
Saal II
In EUROPA hält der Tabak um 1560 Einzug: Die erst heilige
Pflanze wird zum Medikament und schließlich zum einfachen
Vergnügungsobjekt. Der Schnupftabak ist in FRANKREICH am weitesten
verbreitet.
Saal III
Der Massenausbruch des Tabakkonsums im 19. Jahrhundert beflügelt
die Kreativität der Handwerker, die aus verschiedensten Materialien
(z.B. Meerschaum, Glas, Maiskolben, etc.) unzählige Zigarren-
und Zigaretten-Spitzen sowie Tabaktöpfe anfertigen.
Saal IV
Hier sind die Herstellungstechniken der Objekte von Rauchern
in der Geschichte und durch die Welt zu bewundern.